Ein verlorenes oder gestohlenes Handy im Urlaub ist einer der häufigsten Notfälle auf Reisen – meist genau dann, wenn man die darauf gespeicherten Nummern und Zugänge am dringendsten braucht. Dieser Beitrag fasst zusammen, was Sie vor der Reise vorbereiten sollten und welche Schritte im Ernstfall wirklich helfen.
In diesem Beitrag:
Über „Wo ist?" (Apple, unter icloud.com/find) bzw. „Mein Gerät finden" (Google, unter android.com/find) lässt sich das Handy von jedem Browser aus orten, sperren oder im Zweifel aus der Ferne löschen. Das funktioniert nur, wenn die Funktion vorab aktiviert war – siehe Checkliste oben.
Rufen Sie umgehend die Sperr-Hotline Ihres Mobilfunkanbieters an, damit niemand auf Ihre Kosten telefoniert oder SMS-basierte Zugangscodes abfangen kann:
Hinweis: Hotline-Nummern können sich ändern – im Zweifel auf der Website des jeweiligen Anbieters gegenprüfen.
Melden Sie den Diebstahl vor Ort bei der lokalen Polizei. Das ist nicht nur für eine mögliche Versicherungsleistung wichtig, sondern auch, um das Gerät sperren zu lassen. Halten Sie dafür wenn möglich die IMEI-Nummer des Geräts bereit (zu finden z. B. auf der Originalverpackung oder im Rechnungsbeleg).
Ändern Sie zeitnah die Passwörter Ihrer wichtigsten Konten – beginnend mit dem E-Mail-Konto, über das sich meist alle anderen Konten zurücksetzen lassen. Melden Sie sich, wo möglich, von einem anderen Gerät aus aktiv aus allen offenen Sitzungen ab (E-Mail, Social Media, Banking-Apps).
Kontaktieren Sie umgehend die Sperr-Hotline Ihrer Bank, um Karten und die Banking-App zu sperren. Wenn Sie diese Nummer vorab in Ihrem ReiseSOS-Profil hinterlegt haben, finden Sie sie dort auch ohne eigenes Handy wieder.
Erstatten Sie zuerst eine Verlustanzeige bei der örtlichen Polizei. Kontaktieren Sie danach die nächstgelegene österreichische Botschaft oder das Konsulat – diese können in dringenden Fällen einen Notreisepass ausstellen (Gültigkeit bis zu 1 Jahr). Kontaktdaten der jeweils zuständigen Vertretungsbehörde liefert das Bürgerservice des österreichischen Außenministeriums (BMEIA). Gibt es im jeweiligen Land keine österreichische Vertretung, kann grundsätzlich auch die Botschaft eines anderen EU-Mitgliedslands weiterhelfen.
Genau für diesen Moment ist ReiseSOS gedacht: Mit Vorname, Nachname, Geburtsdatum, PIN und Ihrer Sicherheitsfrage kommen Sie von jedem internetfähigen Gerät – einem geliehenen Handy, einem Hotel-PC, dem Tablet an der Rezeption – in unter einer Minute an Ihre hinterlegten Notfallkontakte sowie Bank-, Versicherungs- und Hoteldaten. Mehr dazu in unserer Anleitung.
Noch kein ReiseSOS-Konto? Jetzt kostenlos anlegen – in wenigen Minuten erledigt, und im Ernstfall zahlt sich die Vorbereitung aus.
Weiterlesen: Handy verloren beim Festival – was tun?