Zwischen Bühne, Camping-Gelände und tausenden Menschen ist ein Festival einer der wahrscheinlichsten Orte, um sein Handy zu verlieren – im Gedränge vor der Bühne, beim Feiern bis in die Morgenstunden oder weil der Akku um Mitternacht schlappmacht. Anders als im klassischen Urlaub kommen hier erschwerte Bedingungen dazu: überlastete Funkzellen, kein fester Ansprechpartner wie ein Hotel und oft keine Powerbank mehr griffbereit. Dieser Beitrag fasst zusammen, was Sie vor dem Festival vorbereiten sollten und welche Schritte im Ernstfall wirklich helfen.
In diesem Beitrag:
*#06# abrufbar) und getrennt vom Handy aufbewahren.Am Festivalgelände ist die häufigste Ursache nicht Diebstahl, sondern ein leerer Akku oder ein verlegtes Gerät im Zelt bzw. bei Mitcampern. Bevor Sie größere Schritte einleiten, lohnt sich ein kurzer Check: Wurde das Handy zuletzt an einer Ladestation gesehen? Ist es womöglich im Camp gelandet?
Über „Wo ist?" (Apple, unter icloud.com/find) bzw. „Mein Gerät finden" (Google, unter android.com/find) lässt sich das Handy von jedem Browser aus orten, sperren oder im Zweifel aus der Ferne löschen. Nutzen Sie dafür das Handy einer Begleitperson oder einen PC am Infopoint. Das funktioniert nur, wenn die Funktion vorab aktiviert war – siehe Checkliste oben. Ein erneuter Ortungsversuch zu ruhigeren Zeiten (z. B. nachts) ist oft erfolgreicher, wenn das Netz tagsüber überlastet war.
Fast jedes größere Festival betreibt ein Fundbüro oder einen Lost&Found-Infopoint, oft in der Nähe des Haupteingangs. Gerade Handys werden von ehrlichen Findern häufig dort abgegeben. Standort meist in der Festival-App oder auf dem Lageplan vermerkt, alternativ hilft das Sicherheitspersonal weiter.
Kontaktieren Sie umgehend die Sperr-Hotline Ihrer Bank, um Karten und die Banking-App zu sperren. Wenn Sie diese Nummer vorab in Ihrem ReiseSOS-Profil hinterlegt haben, finden Sie sie dort auch ohne eigenes Handy wieder. Ist ein Cashless-Wristband mit dem Handy verknüpft, sollte das Guthaben zusätzlich über die Festival-App oder am Infopoint gesichert werden.
Rufen Sie umgehend die Sperr-Hotline Ihres Mobilfunkanbieters an, damit niemand auf Ihre Kosten telefoniert oder SMS-basierte Zugangscodes abfangen kann:
Hinweis: Hotline-Nummern können sich ändern – im Zweifel auf der Website des jeweiligen Anbieters gegenprüfen.
Größere Festivals haben eine eigene Security-Struktur, die Diebstähle direkt am Gelände aufnimmt und oft mit der lokalen Polizei zusammenarbeitet. Erstatten Sie zusätzlich eine Anzeige bei der Polizei – das ist für die Versicherung meist Voraussetzung. Halten Sie dafür wenn möglich die IMEI-Nummer des Geräts bereit.
Ändern Sie zeitnah die Passwörter Ihrer wichtigsten Konten – beginnend mit dem E-Mail-Konto, über das sich meist alle anderen Konten zurücksetzen lassen. Melden Sie sich, wo möglich, von einem anderen Gerät aus aktiv aus allen offenen Sitzungen ab (E-Mail, Social Media, Banking-Apps, Ticket-Apps).
Erstatten Sie zuerst eine Verlustanzeige bei der örtlichen Polizei. Kontaktieren Sie danach die nächstgelegene österreichische Botschaft oder das Konsulat – diese können in dringenden Fällen einen Notreisepass ausstellen (Gültigkeit bis zu 1 Jahr). Kontaktdaten der jeweils zuständigen Vertretungsbehörde liefert das Bürgerservice des österreichischen Außenministeriums (BMEIA).
Genau für diesen Moment ist ReiseSOS gedacht: Mit Vorname, Nachname, Geburtsdatum, PIN und Ihrer Sicherheitsfrage kommen Sie von jedem internetfähigen Gerät – einem geliehenen Handy, dem Infopoint-PC, dem Tablet einer Begleitperson – in unter einer Minute an Ihre hinterlegten Notfallkontakte sowie Bank- und Versicherungsdaten. Mehr dazu in unserer Anleitung.
Noch kein ReiseSOS-Konto? Jetzt kostenlos anlegen – in wenigen Minuten erledigt, und im Ernstfall zahlt sich die Vorbereitung aus.
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